In Apostelgeschichte 2 wird von einem heftigen Wind am Pfingsttag berichtet. Doch dieser Wind brachte Leben und nicht nicht eine Bedrohung.

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Apostelgeschichte 2,1-2 -LUT
Auf eine Gruppe zitternder Jünger, die sich noch immer von dem traumatischen Tod und der Auferstehung ihres Erlösers erholten, fiel der Wind des Geistes in seiner ganzen Fülle und veranlasste Männer wie Petrus, Jakobus und Johannes, sich von einfachen, ängstlichen Fischern, die zu Jüngern wurden, in furchtlose Führer der neuen christlichen Kirche und Verkünder der guten Nachricht zu verwandeln. Anstatt sich im Haus zu verkriechen, veranlasste dieser heftige Wind sie, mit einer kraftvollen Botschaft in die Welt hinauszugehen:
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Noch mit vielen andern Worten bezeugte er das und ermahnte sie und sprach: Lasst euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!
Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.
Apostelgeschichte 2,38-41 – LUT
Ich kann fast hören, wie die Fensterscheiben beim Klang von Petrus‘ Worten klirren. In einem Augenblick wurden diese Männer zu erbitterten Kämpfern für das Evangelium – nicht, weil sie sich weitergebildet oder endlich ihren Abschluss gemacht hatten, nicht, weil sie ihren Lebenslauf aufgepeppt und beeindruckende Referenzen gesammelt hatten. Die Jünger evangelisierten und die frühe Kirche explodierte aus zwei Gründen:
Jesus war am Leben!
Der Heilige Geist wirkte in Kraft.
Das erste Pfingstfest liegt nun schon zweitausend Jahre zurück, und das diesjährige Osterfest ist schon ein paar Wochen her. Doch beide sind nach wie vor die Grundlage unseres Glaubens.
Jesus lebt. Halleluja! Wir wissen und feiern diese Wahrheit nicht nur an Ostern, sondern jeden Tag, wenn wir uns entscheiden, auf das leere Kreuz zu schauen und uns an den wahren Grund für unsere Hoffnung zu erinnern.
Und derselbe Geist, der wie ein heftiger Wind wehte und die Jüngerinnen und Jünger dazu befähigte, die gute Nachricht mutig zu verkünden, ist in der Lage, das Gleiche für uns zu tun. Er ist hier, lebendig und aktiv, bereit, Worte des Trostes und des Mutes zu jedem von uns zu sprechen, der an Jesus glaubt.
Werden wir es zulassen, dass er an unseren Fenstern rüttelt und uns aus unserer Selbstgefälligkeit aufrüttelt? Werden wir es wagen, seine heilige Unterbrechung in uns einzuladen und ihn zu bitten, er möge uns befähigen, ihm mutig zu folgen?
Dies ist ein Wind, den wir nicht ignorieren können. Nicht weil er mit Tod und Zerstörung droht, sondern weil er Leben verspricht. Wenn du es wagst, bete dieses Gebet heute mit mir:
Geist, komm! Wehe in jeden Winkel meines Lebens und erfülle mich mit der Kraft deiner Gegenwart. Führe mich dorthin, wo du mich haben willst, und gib mir die Worte, die ich sprechen soll. Möge ich heute und jeden Tag mit dir auf Mission leben, zur Ehre unseres lebendigen Jesus. Amen!
Text: Michele Cushatt | 5. Mai 2022 – Auszug übersetzt ins Deutsche