Warum das Narrativ „Das Männliche wird unterdrückt“ falsch, populistisch und misogyn ist
Das Narrativ, dass „das Männliche unterdrückt wird“, hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Doch bei genauerem Hinsehen erweist es sich als nicht nur falsch und irreführend, sondern auch als populistisch und zutiefst misogyn. Es verzerrt die Realität, instrumentalisiert legitime soziale Herausforderungen und richtet sich letztlich gegen Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit.
1. Falsche Annahmen über soziale Realität
Die Behauptung, das Männliche werde unterdrückt, setzt voraus, dass Männer in einer Gesellschaft systematisch benachteiligt werden. Tatsächlich zeigen Studien und Statistiken, dass Männer in vielen Bereichen nach wie vor privilegiert sind – sei es in der Politik, Wirtschaft oder im Zugang zu Ressourcen.
- Machtstrukturen: Männer besetzen weltweit den Großteil der Machtpositionen in Politik und Wirtschaft. Dies ist kein Zeichen von Unterdrückung, sondern von anhaltender struktureller Ungleichheit.
- Gender-Pay-Gap und Care-Arbeit: Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer und übernehmen die Mehrheit unbezahlter Care-Arbeit – ein klares Indiz dafür, wer in unserer Gesellschaft tatsächlich strukturell benachteiligt ist.
2. Populistische Rhetorik zur Erzeugung von Konflikten
Das Narrativ nutzt eine populistische Strategie: Es vereinfacht komplexe gesellschaftliche Realitäten, indem es die Idee einer „feministischen Übermacht“ konstruiert. Dabei wird suggeriert, dass Feminismus Männer gezielt benachteilige. Diese Rhetorik dient nicht dazu, echte Probleme zu lösen, sondern spaltet die Gesellschaft, indem sie Ressentiments zwischen den Geschlechtern schürt.
3. Misogynie als Kern des Narrativs
Hinter der Behauptung der „Unterdrückung des Männlichen“ steckt oft ein tiefes Misstrauen und Abwehrverhalten gegenüber feministischen Errungenschaften und Forderungen nach Gleichberechtigung.
- Angst vor Veränderung: Feminismus zielt darauf ab, Machtstrukturen zu hinterfragen und eine gerechtere Verteilung von Rechten und Pflichten zu schaffen. Dies wird von manchen als Bedrohung empfunden, obwohl es nicht darum geht, Männer zu „unterdrücken“, sondern um Gleichheit für alle Geschlechter.
- Abwertung von Frauen und Feministinnen: Indem Feministinnen als „Feindbild“ dargestellt werden, wird ihre Arbeit für Gleichberechtigung delegitimiert. Diese Dynamik ist ein Ausdruck von Misogynie, die Frauen und ihre Anliegen herabwürdigt.
4. Legitime Probleme werden instrumentalisiert
Es ist wichtig anzuerkennen, dass Männer tatsächlich mit spezifischen sozialen Herausforderungen konfrontiert sind – beispielsweise bei psychischer Gesundheit, gesellschaftlichen Erwartungen oder Sorgerechtsfragen. Doch diese Probleme resultieren nicht aus einer „Unterdrückung des Männlichen“, sondern aus denselben patriarchalen Strukturen, die auch Frauen benachteiligen. Statt diese Probleme konstruktiv anzugehen, wird das Narrativ genutzt, um Männer gegen Feminismus aufzubringen – und verhindert damit sinnvolle Veränderungen.
Fazit
Das Narrativ, das Männliche werde unterdrückt, basiert auf einer Umkehrung der Realität und dient dazu, bestehende Machtverhältnisse zu verteidigen. Es ist populistisch, weil es mit emotionalisierenden, aber unhaltbaren Behauptungen arbeitet, und misogyn, weil es feministische Bemühungen zur Gleichstellung diffamiert. Statt sich von solchen Narrativen täuschen zu lassen, sollten wir uns darauf konzentrieren, eine Gesellschaft zu schaffen, in der alle Geschlechter gleichermaßen frei von Diskriminierung und struktureller Ungleichheit leben können.
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