Wer Schutz sucht, darf keinen Hass mitbringen

Wir bieten Schutz – und dulden Verachtung?

Warum wir aufhören müssen, Unterdrückung als kulturelle Vielfalt zu verharmlosen. Wer in einem liberalen Land Schutz sucht, aber gleichzeitig dessen Grundpfeiler verachtet oder aktiv untergräbt – etwa durch Aufrufe zur Vernichtung von Christen, Juden oder anderen Gruppen – darf diese Toleranz nicht weiterhin genießen.

In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Sie ist ein hohes Gut – geschützt durch unser Grundgesetz und getragen vom christlichen Verständnis der Menschenwürde. Wir glauben daran, dass der Mensch ein freies Geschöpf ist – fähig zur Verantwortung, zur Entscheidung, zum Glauben.

Doch genau dieses Verständnis gerät ins Wanken, wenn wir erleben, wie diese Freiheit von jenen ausgehöhlt wird, die sie verachten.

Die Asymmetrie ist grotesk

Wir schützen ihre Meinungsfreiheit – auch wenn sie unsere abschaffen wollen.
Wir tolerieren Symbole, die Unterdrückung verkörpern – und nennen es kulturelle Sensibilität.
Wir reden uns ein, es sei ihre Religion – dabei sagen sie selbst offen, was ihr Ziel ist: die Abschaffung unseres Systems.

„Ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder. Doch gebraucht die Freiheit nicht als Deckmantel für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe.“
– Galater 5,13

Christliche Freiheit ist nicht wehrlos. Sie unterscheidet. Sie liebt – aber sie verkennt nicht den Missbrauch der Liebe. Sie dient – aber sie ergibt sich nicht blind dem, der dienen mit Unterwerfung verwechselt.

Unsere Naivität ist gefährlich

Denn nicht alle, die hierherkommen, fliehen vor Repression. Manche bringen sie mit.
Nicht alle, die Symbole tragen, zeigen damit Glauben. Manche zeigen Macht.
Nicht alle, die Gott sagen, meinen den, der Gerechtigkeit liebt.

Und die, die wirklich Hilfe brauchen?
Die freiheitsliebenden Muslime, die säkularen Denker, die jungen Frauen, die sich vom Kopftuchzwang befreien wollen – sie sind es, die am meisten leiden, wenn wir Islamismus mit Islam verwechseln und Gewalt mit Kultur.

Klare Haltung – kein Hass

Wir müssen keine Mauern bauen. Aber wir brauchen Grenzen des Rechts und der Vernunft.
Wir müssen nicht jeden ablehnen, der anders glaubt. Aber wir dürfen nicht die dulden, die ihre Religion benutzen, um unsere Grundwerte zu bekämpfen.

„Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“
– Matthäus 10,16

Freiheit ist kein Einbahnstraßenprojekt.
Sie gilt für alle – aber sie verpflichtet auch alle. Wer in Deutschland lebt, muss unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung achten – und darf nicht daran arbeiten, sie zu unterwandern.

Wer das nicht will, darf sich nicht auf ihre Privilegien berufen.

Kein Witz, keine Pointe

Stellen wir uns Folgendes vor: Eine kleine christliche Minderheit flieht – sagen wir – nach Saudi-Arabien. Dort angekommen, will sie eine Kirche bauen. In Frieden, unter Berufung auf das Menschenrecht auf Religionsausübung. Was geschieht? – Sie wird verfolgt. Das Vorhaben ist verboten. Der Glaube wird kriminalisiert.

In vielen Ländern der islamischen Welt ist das trauriger Alltag: Christinnen und Christen dürfen weder öffentlich beten noch Kirchen errichten. Bekehrung zum Christentum steht unter Strafe. Gleichberechtigung ist nicht vorgesehen, Scharia gilt vor Rechtsstaat.

Und doch: Menschen, auch Islamisten, fliehen nach Europa. Und hier?
Sie dürfen Moscheen bauen, Kopftuchpflicht durch sozialen Druck etablieren, gegen Christen und Juden hetzen – nicht immer offen, aber dokumentiert. Und das alles unter dem Schutz unserer Religionsfreiheit, unserer Toleranz, unserer Bemühung um interkulturellen Respekt.